Aufruf zum 8. März: Gegen das Patriarchat und den Imperialismus!

Seit vor über 100 Jahren von Kommunistinnen der internationale Frauenkampftag initiiert worden ist, gehen jedes Jahr am 8. März auf der ganzen Welt millionenfach Frauen auf die Straßen um für ihre Emanzipation zu kämpfen. In diesem Jahr rufen wir zu einer kraftvollen Beteiligung aller Frauen und Revolutionäre an der Demonstration in Freiburg auf: Heraus zum 8. März!

Entgegen den heuchlerischen Lügen der Herrschenden von der „gleichgestellten Frau“, sind Frauen, auch hier in der BRD, keineswegs befreit. Sie verrichten die gleiche Arbeit für weniger Geld, sehen sich auf Arbeit und zu Hause allen möglichen Übergriffen ausgesetzt, machen die unbezahlte und nicht einmal anerkannte Reproduktionsarbeit, sei es bei der Erziehung der Kinder oder bei der Pflege der Alten. Dabei kriegen sie dann noch zuhören, dass es halt selber ihre Schuld ist. Frauenmorde und Vergewaltigungen in der Ehe sind eine Realität in diesem Land.

Unter dem Vorwand des „Schutzes der Frauen“ wird von den Herrschenden versucht die Frauen wieder verstärkt zurück in die „eigenen vier Wände“ des Haushalts zu drängen. Die Frauen sind für die Kapitalisten billige, kurzerhand auswechselbare Zusatzarbeitskräfte, die mehr und mehr ersetzt werden durch Arbeitskräfte aus der dritten Welt. Armut und Arbeitslosigkeit treibt die Frauen wieder stärker in die Abhängigkeit zum Mann und zum Staat, verschärft die Widersprüche innerhalb der Familien, die als Zwangsgemeinschaften funktionieren, und drängen Frauen in die Rolle von Gebärmaschinen.

Um die Massen der Frauen zu spalten wird zunehmend Rassismus gefördert und versucht einen Teil der Frauen in das imperialistische System miteinzubeziehen. In der Presse wird so getan als wäre patriarchales Verhalten nur ein Problem von Menschen mit Migrationshintergrund. Die gleichen Schauergeschichten von „migrantischen Antänzern“ in Diskos werden ein ums andere Mal wiederholt und wenn das nicht reicht, an Silvester in Köln erinnert. Bei Frauenmorden in Beziehungen wird entweder über einen „Ehrenmord“ oder ein „Familiendrama“ gesprochen, je nach Hintergrund des Täters.

Es ist eine dringende Notwendigkeit für die Entwicklung der kommunistischen Bewegung, und der revolutionären Bewegung im allgemeinen, jeden Standpunkt der die Unterdrückung der Frau als einen politischen „Nebenwiederspruch“ betrachtet oder jeden Feminismus als „kleinbürgerlich“ betrachtet zu zerschlagen. Die Unterdrückung der Frau ist aufs engste Verbunden mit der Entstehung des Privateigentums und ihre Emanzipation ist erst mit dessen Aufhebung endgültig möglich. Der Kampf für die Emanzipation der Frau beginnt mit dem Entstehen des Privateigentums und wird seine Vollendung erst mit dessen revolutionären Abschaffung erreichen. Ihre Befreiung ist daher auf das Engste mit der Befreiung der gesamten Arbeiterklasse verbunden.

Besonders die Frauen der Arbeiterklasse leiden unter einer doppelten Unterdrückung, zu der Unterdrückung als Teil des Proletariats kommt die Unterdrückung durch das Patriarchat. Die Frauen der Arbeiterklasse werden nicht nur durch die Lohnsklaverei ausgebeutet, sondern außerdem durch die Sklaverei unter dem Patriarchat. Entsprechend haben Frauen doppelten Grund zu kämpfen, was in jeder Organisation die für die Befreiung der Frau kämpft einen konkreten Ausdruck finden muss. Schluss mit den Märchen, dass Frauen minderwertig sind, kein Interesse an Politik oder keine Kampfbereitschaft haben! Frauen können und müssen genauso Aktivistinnen, Militante und Führerinnen sein, mit den gleichen Rechten und Pflichten wie ihre männlichen Kampfgefährten. Die Frauen der Arbeitsklasse haben doppelten Grund zu kämpfen und wir müssen danach streben ihre Kämpfe wo immer es geht zu befördern. Nur so entfesseln wir die Kraft der Frau als eine mächtige Waffe für die Revolution.

Wie dies in Praxis aussehen kann, lehren uns die zahlreichen Beispiele der fortgeschrittensten revolutionären Bewegungen wie in Peru oder Indien, in der Türkei oder auf den Philippinen, wo Frauen nicht nur eine wichtigen Teil, sondern teilweise den Großteil der kämpfenden Kommunistischen Parteien in den Volkskriegen ausmachen. Dort sind Frauen nicht einfaches Beiwerk oder Dekoration, sondern tragen die Verantwortung für die gesamte Entwicklung der revolutionären Bewegung, denn die Emanzipation der Frau nur durch die Frauen selbst und nicht für sie gemacht werden.

Eine kommunistische und revolutionäre Politik als solche ist ihren Namen nur wert, solange sie Ausdruck der Interessen der meist Unterdrückten und Ausgebeuteten ist, entsprechend kann keine kommunistische und revolutionäre Kraft die besondere Rolle und Bedeutung der Mobilisierung, Politisierung und Organisierung der Frauen, insbesondere der Arbeiterinnen, negieren, ohne sich selbst als Betrüger zu demaskieren. Diejenigen, die in der „linken Szene“ den Kampf gegen das Patriarchat zu einem Kampf gegen „Sexismus“ reduzieren haben Überhaupt nichts vom Standpunkt des Marxismus verstanden.

Ohne die Emanzipation der Frau wird es keine Emanzipation der Menschheit geben. Ohne den Kampf der klassenbewussten Frauen wird es keine Revolution geben. Ohne die Kommunistinnen in Formierung werden die Kommunistischen Parteien sich nicht als wahre solche rekonstituieren. Die „Frauenfrage“ ist nicht eine Nebensache. Die Rolle der Frau in der Revolution ist eine entscheidende im Kampf für den Kommunismus.

Heraus zum 8. März!

Demo zum internationalen Frauenkampftag
8. März 2020
16h Stühlinger Kirchplatz

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